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Parkett|Natur pur.

Holz lebt, ist Natur pur und ist ein nachwachsender Rohstoff, der sich seit hunderten von Jahren als Fußboden bewährt hat. Holzfußböden gibt es in unterschiedlichstem Design (gebürstete, farbige Oberflächen; gefräste Kanten oder leimfreie Verriegelungssysteme). Eben so viele Möglichkeiten gibt es bei der Auswahl der Oberflächenbeschichtungen (seidenmatter oder matter Lack, geölt, etc.)

Für das Gesamterscheinungsbild des Bodens ist der Charakter des Holzes und die Verlegetechnik ebenso wichtig wie die Größe der Stäbe. Sehr beliebt ist in Deutschland die Verwendung von einheimischen oder europäischen Hölzern wie Eiche, Esche oder Bergahorn, erhältlich aber sind auch Tropenhölzer oder amerikanische Hölzer. Dabei hat jede Holz- und Parkettart verschiedene Vor- und Nachteile, wenn es um die  Nutzung in unterschiedlichen Räumlichkeiten geht oder die Verlegung. Wir bei Max Hoffmann verlegen die unterschiedlichsten Holzarten. In unserer Ausstellung können Sie sich von unserem Fachpersonal über die Charakterzüge der verschiedenen Holzarten und die vorwiegende Verwendung aufklären lassen.

Massivparkett

Massivparkett besteht aus Massivholzstücken; mehrere Ausführungsarten werden unterschieden: Massivparkett wird üblicherweise roh verlegt und dann mit der Parkettschleifmaschine in mehreren Schleifgängen abgeschliffen. Anschließend erfolgt die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack, Fußbodenöl oder Wachs. Die fortschreitende technische Entwicklung führte zur Herstellung von kalibriertem Massivparkett mit bereits werkseitig aufgebrachten Oberflächenbehandlungen. Gegenwärtig ist Massivparkett auch als Fertigparkett von einigen Herstellern erhältlich. Hierbei entfällt das Schleifen und Endbehandeln auf der Baustelle.

Massivparkette, insbesondere Mosaik-, Hochkantlamellen- und Lamparkette, aber auch Holzpflaster, wurden in den 1950er bis 1970er Jahren mit teer- oder bitumenhaltigen Klebern auf Zement- oder Asphaltestriche verklebt. Diese Kleber sind oft mit krebserzeugenden PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet, eine Demontage und Entsorgung eines solchen Parketts sollte nur von Fachunternehmen durchgeführt werden. Ein so verklebtes Parkett kann zur potentiellen Gefahrenquelle werden, da unter bereits gelockerten Parkettteilen die Klebermasse durch Trittbelastung zermahlen und über die Fugen im Parkett in die Raumluft und in den Hausstaub gelangen kann. Die Bewohner nehmen freigesetzte PAK dann über Atemluft, Nahrung oder durch Hautkontakt auf. Besonders kleine Kinder sind gefährdet, wenn sie auf dem Fußboden spielen und aufgewirbelten Staub einatmen. Verdächtig ist Kleber, wenn seine dunkle Farbe auf Teer- bzw. Bitumenanteile hinweist und das Parkett vor Ende der 70er Jahre verlegt wurde. Der Kleber sollte dann in einem Labor auf PAK geprüft werden.

    Stabparkett

    Stabparkett besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben) mit typischen Abmessungen von beispielsweise 500 mm × 60-70 mm × 22 mm. Es gibt aber auch dünnere Parkettstäbe und Stäbe mit 2-schichtigem Aufbau. Dies wird dann Stab-Fertigparkett genannt. In die Seiten ist eine umlaufende Nut gefräst, in die eine Feder genannte Holzleiste gesteckt wird, wodurch der Verbund zwischen den einzelnen Brettchen hergestellt wird. Diese Form des Parketts ist die klassische Form. Sie wird auf den tragenden Unterboden aus Holz genagelt, und zwar von der Seite schräg durch die Feder, so dass der Nagel durch den benachbarten Parkettstab verdeckt wird. Parkettstäbe mit fester angehobelter Nut beziehungsweise Feder werden auch als Parkettriemen bezeichnet. Eine andere Bezeichnung für diese Parkettart lautet Nagelparkett (Norm E DIN EN 13226).

    Mosaikparkett

    Mosaikparkett besteht aus kleineren und vor allem dünneren Holzlamellen mit 8 bis 10 mm Stärke, in der Regel auf Netz geklebt. Standardmäßig werden quadratische Lamellen mit einer Kantenlänge von 12 oder 16 cm verlegt. Das unbehandelt gelieferte Parkett wird nach dem Verkleben geschliffen und die Oberfläche lackiert oder geölt/gewachst. Seine geringe Aufbauhöhe ist ein großer Vorteil bei einer Fußbodenheizung, da der Wärmedurchgang wenig behindert wird. Auch wenn ein anderer Bodenbelag durch Parkett ersetzt werden soll, ist die geringe Dicke des Mosaikparketts von Vorteil.

    Lamparkett

    Lamparkett ist dem Stabparkett in seiner Stablänge von 120 bis 400 mm und Stabbreite von 40 bis 65 mm ähnlich, jedoch ist es nur 10-11 mm stark. Die Verlegung und die Eigenschaften ähneln dem Mosaikparkett (Norm: Vollholzlamparkett nach E DIN 13227). Es trägt auch die Beinamen Dünnparkett oder Dünnstab.

    Hochkantlamellenparkett

    Hochkantlamellenparkett (HKL) besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Vollholzlamellen mit einem Querschnitt von meist ca. 8 mm × 22 mm. Dieses Parkett ist ein sogenanntes Restprodukt aus der Mosaikparkett-Produktion. Die einzelnen Lamellen werden hochkant angeordnet und durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder in Verlegeeinheiten zusammengehalten. Durch die größere Stärke von 22 mm kann das Parkett häufiger geschliffen werden und wird deshalb vorwiegend im gewerblichen Bereich verwendet. Es trägt daher auch den Beinamen Industrieparkett. Hochkantlamellenparkett findet wegen seiner beliebten Optik als Designboden in letzter Zeit vermehrt auch im Wohnbereich und in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Museen oder Ausstellungszentren Verwendung.

    Parkettdiele

    Massive Parkettstäbe werden zu einer Diele verleimt. Üblich sind 2 oder 3 parallele Stabreihen. Die Bretter sind meistens 2–3 Meter lang.

    Massivdiele

    Massivholzdielen bestehen aus einem Stück Holz (massiv) und haben ein großflächiges Format (min. 12 cm breit und 1.20 m lang). Wenn sie zur Fixierung auf Unterkonstruktion vorgesehen sind, beträgt die Stärke meist 21 mm, ist aber auch schwächer, wenn zur flächigen Verklebung vorgesehen.

    Tafelparkett

    Tafelparkett heißt auch Französisches Parkett und wird als die "Königin unter den Parkettfußböden" gesehen. Geometrische Muster aus Rauten und Sternen werden zu quadratischen Tafeln verleimt. Häufig werden verschiedenfarbige Hölzer verarbeitet. Bei der Gestaltung des Bodens wird die spätere Nutzung des Raumes berücksichtigt. Häufig wird ein Tafelparkett-Boden mit einem umlaufenden Fries verlegt.

    Mehrschichtparkett

    Das Patent für das Mehrschichtparkett stammt aus dem Jahr 1939 von Johann Kähr (Lamellenplatte). 1941 führte das Unternehmen Kährs das weltweit erste "Fertigparkett" ein. Es hat auf Grund seines 3-schichtigen Aufbaus eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann deshalb auch lose, ohne vollflächige Verklebung, oft in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden.

    Bei den Klicksystemen unterscheidet man "kraftschließende" und "formschließende" Systeme. Bei den kraftschließenden Systemen erfolgt die Verbindung der Dielen durch die Überwindung eines Widerstands, der nachher die Dielen zusammenhält, z. B. ein kleiner Vorsprung im Holz. Häufig müssen bei diesem Verfahren die Dielen vertikal eingeklopft werden. Der Nachteil des Systems ist, dass vielfach noch geleimt werden muss oder die kleinen Vorsprünge sich abnutzen, was zu hässlichen Fugen führt. Das formschließende System, z. B. Woodloc, lock-it, smart-lock, etc. ist ein Winkelsystem. Hier werden die Dielen in eine CNC-gefräste Form von oben eingewinkelt.

    Die sichtbare Oberflächenschicht aus der jeweils prägenden Holzart ist hier oft nur noch 2 bis 4 mm dick und auf einer oder mehreren Trägerschichten aus billigerem Nadelholz oder auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff geklebt. Bei den Mehrschichtern hängt die Belastbarkeit nicht nur von der Holzart, sondern auch vom Gesamtaufbau, von der Stärke der Nutzschicht und von Art und Güte der Mittellage ab.

    Diese Platten erhalten Nut und Feder zur Verlegung, die in das Nadelholz eingearbeitet sind. Das Schleifen nach der Verlegung entfällt hier, da die einzelnen Elemente bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt sind. Geringe Höhenunterschiede (< 0.1 mm) zwischen den einzelnen Elementen werden deshalb nicht ausgeglichen. Fertigparkett lässt sich von gewöhnlichem Parkett leicht durch Betrachten gegen das Licht unterscheiden, wobei die Einzelelemente ihre makellose Glätte und scharfkantige Begrenzung zeigen.

    Die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Mehrschichtparkett ist aufgrund seiner laufenden mechanischen Belastung nicht so hoch wie bei verklebtem Parkett, weil die Kippbewegungen bei den Fugen mit der Zeit zum Eindringen von Wasser führen können.

    Entscheidend für die Qualität von Mehrschichtparkett ist a) die Qualität des Oberflächenlacks (denn hier findet die Belastung statt und nicht auf dem Holz), b) die Qualität der Dielenverbindung und c) die Verwendung hochwertiger Techniken (z. B. keine "Briefmarken", stehende Jahresringe, Lamellenseitenverleimung etc.)

    Als Variante des Mehrschichtparkettes gibt es, neben dem Dreischichtparkett, auch Zweischichtparkett. Das erste 2-Schicht-Fertigparkett wurde 1975 von der Schweizer Firma Bauwerk Parkett in St. Margrethen als Weltpremière vorgestellt. Das erste 1-Stab 2-Schicht-Fertigparkett wurde in den 80er Jahren sowohl vom gleichen Hersteller Bauwerk sowie vom italienischen Unternehmen Margaritelli entwickelt. Diese Parkettart muss vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden, welches die Lebensdauer wieder durchaus erhöht und den Raumschall entscheidend verbessert. Zweischichtparkett gibt es als klassischen Einzelstab (ca. 490 x 70 mm), Schiffsböden und Landhausdielen (Längen und Breiten unterschiedlich).

      FAQ|*Was Sie über Parkett wissen müssen.

      Warum bekommt das Parkett im Winter Risse?

      Mit einer gewissen Gesetzmäßigkeit wiederholen sich alljährlich die Telefonanrufe und Fragen der Kunden im Parkettbetrieb während der Heizperiode: das Parkett hat Risse, Fugen sowie Spalten, und was man sonst noch für schreckliche Bezeichnungen in diesem Zusammenhang sich anhören muß. Die Kundschaft zu beruhigen und ihr zu erklären,  daß es sich um einen ganz natürlichen Vorgang über Quellen und Schwinden beim Werkstoff Holz handelt, ist gewiß nicht einfach.

      Verstärkt wurde diese Problematik in den letzten Jahren durch Presse, Rundfunk und Fernsehen,  die mitunter ”soviel Schlechtes” über handwerkliche Arbeitsausführungen schreiben und zeigen,  so daß der Verbraucher überempfindlich und über alle Maßen mißtrauisch geworden ist; in ihm schlummert stets die Vermutung, irgendwo betrogen worden zu sein.

      Über dieses Kundenverhalten muß man sich eigentlich wundern; denn in dieser Zeit wird soviel über biologische Baustoffe und Materialien, natürliche Werkstoffe und gesundes Leben gesprochen und geschrieben, aber der Verbraucher ist offensichtlich nicht in der Lage, einen natürlichen Vorgang, wie dieser dem Werkstoff Holz nun einmal eigen ist, nachzuvollziehen.

      Kommt nun der Parkettleger-Fachmann und versucht zu erklären, daß das Holz ein hygroskopisches Material ist und es sich dem gegebenen Raumklima anpaßt und aufgrund dessen sich die Holzfeuchte sowie das Volumen des Parketts verändert, dann ist nicht nur das zuvor erwähnte Mißtrauen, sondern teilweise großes Unverständnis vorherrschend.

      Deshalb möchten wir hier einige Argumente vorbringen oder in Erinnerung zurückrufen, die der Parkettleger in derartigen Fällen verwenden kann, um beim Auftraggeber (Kunden/Verbraucher) das notwendige Verständnis für den so schönen Werkstoff Holz zu vermitteln.

      Parkett wird nach DIN 280, Teil 1-2 + 5, mit einer Holzfeuchte von 9 +/- oder 8% geliefert und soll auch so eingebaut oder verlegt werden. Diese Holzfeuchte entspricht einem Raumklima von 20 bis 30° Celsius und 55% bis 60% relativer Luftfeuchtigkeit. Der diesbezügliche Hinweis ist auch in der Parkett-Pflege-Anweisung zu finden, welche entsprechend DIN 18356 ”Parkettarbeiten” dem Kunden  (nachweislich) zugänglich gemacht werden muß.

      Das zuvor erwähnte Normalklima soll im Jahresdurchschnitt erreicht werden; es wird jedoch im Sommer naturbedingt überschritten und im Winter durch beheizen der Räume mit den heute üblichen Heizungsarten unterschritten. Dementsprechend ist eine Veränderung des Naturproduktes Holz unausbleiblich; denn im Sommer wird das Parkett dem Raumklima entsprechend geringfügig quellen und im Winter ebenso geringfügig schwinden.

      Vorstehendes ist zwar jahrhundertelang bekannt, und wir Parkettleger weisen auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit hierauf und die damit zusammenhängenden Einzelheiten hin, aber es ist eben schwierig, dies im Verhältnis zu anderen (künstlichen) Werkstoffen klarzumachen. Ein bekanntes Holzforschungs- und Prüfinstitut hat in jüngster Zeit in der in Rede stehenden Hinsicht eine Parkett-Dokumentation nach entsprechender Langzeituntersuchung ausgearbeitet.

      Auf dieser Grundlage beruht unsere folgende Argumentation: Parkett ist entsprechend von den raumklimatischen Verhältnissen abhängig. Durch Störung des Raumklimas, insbesondere durch Veränderung der relativen Luftfeuchte innerhalb der Raumluft, ergeben sich einerseits negative und anderseits positive Einwirkungsmöglichkeiten auf  verlegte Holzfußböden, insbesondere Parkett. Dies bedeutet, daß bei einer relativen Luftfeuchte im Sommer von 75% und der Temperatur von 20° Celsius die Holzfeuchte 14,5% betragen wird, während im Winter bei künstlichem heizen der Räume die relative Luftfeuchte auf 45% absinkt bei gleicher Raumtemperatur von 20° Celsius, so daß sich dann eine Holzfeuchte von im Mittel 8,4% einstellt.

      Es kann durchaus Möglich sein, daß in beheizten Räumen, gleichgültig ob es sich um Fußbodenheizung oder die übliche Konvektorenheizung handelt, eine relative Luftfeuchte von nur 34 Prozent und niedriger entsteht, so daß die Holzfeuchte dann lediglich noch 6,8% ausmacht. In solchen Fällen kommt es zwangsläufig zu Fugen im Parkett.

      Das ist auch bei versiegelten Parkettfußböden der Fall, weil die Versiegelungsschichten den Feuchteaustausch zwischen Holz und Raumluft nicht verhindern, sondern nur zeitlich gesehen etwas verzögern können. Mit anderen Worten: Durch die Versiegelung wird das hygroskopische Verhalten des Werkstoffes Holz nicht aufgehoben.

      Durch das werkstoffbedingte Quellen und Schwinden des Holzes entstehen geringe und kleinste Fugenbildungen auch im Versiegelungsfilm. Gerade diese Situation wird oftmals vom Verbraucher zu einer Katastrophe hochgejubelt mit dem Hinweis darauf, nunmehr Wasser und auch Schmutz in den Parkettfußboden eindringen können, und dies, obwohl die Versiegelung nicht die Aufgabe hat, einen Parkettfußboden wasserfest zu machen, denn die Versiegelung dient in der Hauptsache der Werterhaltung der Parkettoberfläche und einer bedeutenden Pflegeerleichterung.

      Ein erstes Fazit dieser Betrachtung ist, daß wenn das Raumklima im jahreszeitlichen Ablauf nicht ausgeglichen wird, dann in der heizfreien Zeit das Parkett unter Quelldruck-Spannung steht, während am Ende einer jeden Heizperiode eine mehr oder weniger sichtbare, flächenunterschiedliche, geringfügige Fugenbildung wahrzunehmen ist. Die sich in der heizfreien Zeit einstellenden kleinen Fugen (unzutreffenderweise spricht der Kunde oft von ”Rissen”) können aber ohne weiteres durch zusätzliche Befeuchtung innerhalb des Raumklimas, auch während der Heizperiode, positiv beeinträchtigt oder völlig verhindert werden. Eine solche Verfahrensweise ist keineswegs für Parkett und andere Holzfußböden
mit Nachteilen verbunden; denn die auftretenden Quell-und Schwindspannungen werden von den Klebstoffschichten und von den Unterbodenoberflächen aufgenommen und ausweislich der vorliegenden umfangreichen Praxis und Erfahrungen, schadlos abgebaut.

      In den Fällen, in welchen zusätzlich Raumbefeuchtungsmaßnahmen nicht durchgeführt werden, erfolgt zwangsläufig eine stärkere Austrocknung des Holzes, was in der Tat bedauerlich und unverständlich erscheinen muß, weil doch mit einem vergleichsweise geringen Aufwand die Steuerung der Raumluftbefeuchtung auf etwa 50% ohne weiteres möglich ist.

      Zu empfehlen sind Raumbefeuchter mit eingebauten Steuerhygrostaten (Feuchtigkeitsregler). Am besten haben sich Verdunster bewährt, die allerdings auch gepflegt und gereinigt werden müssen. Das verbleibende Restwasser ist auszugießen. Der gesamte Apparat sollte alle zwei Wochen gesäubert und die eingesetzten Matten alle vier bis acht Wochen erneuert werden.

      Nun mag Vorstehendes ein Hinweis sein, der trotz dem Wunsch nach natürlichem Leben von unseren Mitmenschen nicht so recht verstanden wird, aber Lufthygiene und Behaglichkeit erfordern eine solche Verfahrensweise ohnehin. In diesem Sinne ist auch der Hinweis auf den Parkett-Pflegeanweisungen zu verstehen, wo es heißt: ”Eine konstante Luftfeuchte ist sowohl für das Wohlbefinden der Bewohner als auch für die Beschaffenheit des Parketts vorteilhaft.”

      Die an Radiatorenheizungen angehängten Behälter, die ohnehin oft leider nicht  mit Wasser gefüllt sind, reichen nicht aus, um den Raumluft-Feuchtbedarf konstant und in dem vorgeschriebenen Rahmen zu halten: die Behälter sind zu klein. Deren Fassungsvermögen beträgt einen viertel Liter bis höchstens einen halben Liter Wasser, so daß die Verdunstungsoberfläche als minimal bezeichnet werden muß. Der Wasserverbrauch der Luft beträgt innerhalb von 24 Stunden in einem Zimmer von etwa 16 Quadratmeter Bodenfläche und normaler Höhe, um eine relative Luftfeuchte von 40 bis 50 Prozent zu erreichen, unter Berücksichtigung normaler Wohnungseinrichtung zwischen 2 bis 4 Liter. Ein eingerichteter 25 qm großer Raum,  2,5 m hoch, braucht bei 20° Celsius innerhalb 24 Stunden etwa sechs Liter Wasser. Und gerade hierauf kommt es  an, weil nur durch Raumluft-Befeuchter die Trocknungsbeanspruchung erheblich eingeschränkt wird.

      Die Steuerung und Einhaltung der relativen Luftfeuchte von 55% ist empfehlenswert; denn sie
hat folgende Vorteile:

      • Vermeidung nicht mehr tolerierbarer Austrocknung des Parketts


      • Minimierung von Fugenbildung


      • Verminderung von Schwindspannungen in der Klebstoffschicht
  und auch im Hinblick auf die vorhandenen Unterböden


      • Verbesserung der Lufthygiene

      Verändert sich das Aussehen des Parkettbodens nach der Verlegung?

      Chemische Reaktionen in der Holzsubstanz, ausgelöst durch das Tageslicht, bewirken Farbveränderungen. Diese Veränderung geschieht nur auf der Holzoberfläche. Je nach Holzart reagiert es individuell und zeigt charakteristische Eigenschaften. Pauschal kann man sagen, dass sich helle Hölzer gelblich verfärben, dunkle Hölzer nachdunkeln und gleichmäßiger verfärben. In der Gesamtoptik wird der Boden harmonischer. Leichte Farbdifferenzen egalisieren sich auf Dauer. Genauere Angaben über farbliche Veränderungen erhalten Sie im Parkettgeschäft.

      Kann man Fertigparkett direkt nach der Verlegung begehen?

      Nach schubfester Verlegung des Bodens und werksseitig hergestellter Oberfläche ist der Boden direkt belastbar. Wir empfehlen allerdings eine Reinigung und Pflege des Parkettbodens entsprechend der Hinweise des Herstellers. Wegen der notwendigen Anpassung des neuen Bodens an das Raumklima und der Veränderung der Oberfläche durch Lichteinflüsse sollten Sie in den ersten Wochen auf Teppiche in diesen Räumen verzichten.

      Kann man Fertigparkett auf eine Fußbodenheizung verlegen?

      Ja, auf eine Warmwasserfußbodenheizung. Sie sollten die Hinweise des Herstellers beachten, welche unter bestimmten Bedingungen eine Freigabe erteilen. Wir empfehlen Ihnen die vollflächige Verklebung des Bodens.

      Schwimmend oder verklebt verlegen?

      Wir empfehlen ganz klar das Parkett zu verkleben, egal um welche Art von Parkett es sich handelt, sei es Massiv- oder Fertigparkett. Die Vorteile des Verklebens liegen darin, dass das Parkett fixiert wird, das heißt es können keine so genannten "Klack-Klack" Geräusche entstehen, welche Sie bei einem schwimmend verlegten Boden feststellen werden. Durch diese Fixierung wird auch eine bessere Formstabilität gewährleistet. Das Holz hat nicht den Freiraum wie bei einer schwimmenden Verlegung, dadurch wird es dem Holz erschwert Fugen zu bilden. Ein weiterer Vorteil des Verklebens liegt darin, dass die Wärme einer Fußbodenheizung direkt durchfließen kann, da sie mit dem Parkett verbunden ist und nicht einfach nur darauf liegt. Bei einer schwimmenden Verlegung wird eine Dämmfolie von ca. 2-3 mm Stärke benötigt, welche den gegenteiligen Effekt bewirkt. Die Fußbodenheizung wird abisoliert, somit kann die Wärme nur bedingt nach oben steigen.

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